Nicoletta, Co-Skipperin:

 

Bitte stelle Dich kurz vor:

Ich bin Nicoletta, 43 Jahre alt, Mutter, Partnerin und Psychiaterin. Ich bin sehr sensibel und unternehmungsfreudig. Ich lasse mich gerne auf Menschen ein, brauche aber auch Zeit für mich alleine. Ich suche immer wieder nach neuen Herausforderungen und nach kreativen Ausdrucksformen; bei der Arbeit und privat. Ich habe in den letzten Jahren einige neue Hobbies begonnen und wieder Spass am Lernen entwickelt: Hula Hoop tanzen, Akkordeon spielen, Spanisch lernen und auch segeln.

 

Freust du dich auf die Reise?

Ich freue mich einerseits sehr auf die Reise und bin auch stolz auf uns, dass wir es wagen, aus allen bequemen Strukturen auszubrechen und neue Ufer zu suchen. Ich habe aber auch einen grossen Respekt und weiss aus der Vorbereitungszeit und aus den Erfahrungen des letzten Jahres, dass wir immer wieder überfordert sein werden. Überfordert mit dem Schiff, dem Segeln, dem Navigieren, der Enge, der Langeweile der Kinder und dem Unterrichten. Auch in der Beziehung warten Herausforderungen; auf dem Schiff kann man sich nicht aus dem Weg gehen, ist aufeinander angewiesen. Überforderung und Enge wirken wie ein Katalysator: Jeder Konflikt kommt an die Oberfläche. Die eigenen Kanten werden geschliffen. Das ist auch eine Chance zum Wachsen.

 

Was macht dir Angst?

Die Ängste verändern sich immer wieder: Als wir vor ca. 4 Jahren mit den ersten konkreten Überlegungen begannen, hatte ich hauptsächlich Angst, dass ein Kind über Bord gehen könnte. Dann kam die Angst vor dem Zurückkommen nach der Reise ohne Haus und Job. Zu Beginn unserer Reise stand die Angst vor Überforderung beim Segeln im Vordergrund und beim Umgang mit dem Schiff mit der vielen Technik. Mein Vertrauen ist inzwischen gewachsen, über 1'000 See-Meilen haben wir schon geschafft. Im Moment beschäftigt mich, wie wir den Alltag mit den Kindern gestalten können und wie wir aus der Reise etwas Sinnvolles machen. Wenn diese Sorge überwunden ist, wartet sicherlich schon die nächste.

 

Was Marc-Anton sagt:

Nicoletta ist die beste aller Ehefrauen, um es – im Ernst – mit Kishon auszudrücken. Ich wüsste nicht mehr, wie leben ohne sie. Sie ergänzt mich wunderbar in vielerlei Hinsicht. Und sie fordert in der Beziehung genau die Dinge heraus, die nötig sind, damit unsere Liebe lebendig bleibt. Abgesehen davon finde ich sie einfach auch immer noch wunderschön! Besser kann es ein Mann nicht preichen (=treffen auf helvetisch;-)...

(Marc-Anton)