Über die Biscaya

 

1. Tag: Wir fahren am Morgen in Brest ab. Mama, Papa und ich machen das Ablege-Manöver in Brest. Wir sind alle müde und verschlafen. Nach dem Manöver bin ich froh, dass ich noch einmal schlafen darf. Nach ein paar Stündchen Schlaf merke ich, dass es regnet und dass mir nicht so wohl ist.

Der Tag wird regnerisch und unangenehm. Ich sitze die meiste Zeit im Cockpit, so dass mir nicht schlecht wird. Irgendwann kommen ganz viele Delfine. Sie tanzen und springen um das Schiff herum, wir haben schon den Freundschaftsbund mit ihnen geschlossen.

 

Am 2.Tag gibt es schönes Wetter. Heute sind neue Lebensgeister in mir erwacht, ich habe Lust etwas zu tun oder etwas zu konstruieren, leider haben wir keine brauchbaren Materialien an Bord.

Ich esse und trinke schon etwas. Das tut gut nach dem letzten Tag voller Regen und bedrohlicher Wolken. Am Nachmittag lesen ich und Mama weiter aus einer Seeräubergeschichte vor, sie heisst Seeräuber Moses und handelt von einem kleinen Seeräuberjungen, der eigentlich eine „Sie„ ist. Am Abend ist die Geschichte leider schon zu Ende.

 

Am 3. Tag: Mama und Papa haben eine sehr anstrengende Nacht hinter sich, es stürmt. Hohe Wellen, fliegende Gischt und stürmischer Regen. In dieser Nacht haben sie leider auch unser Anglerzeug Neptun überlassen, es ging im Sturm über Bord. Vielleicht kann dieser ja etwas damit anfangen. Dieser Tag ist noch viel schlimmer als der erste. Ich sitze nur noch im Cockpit, Toja und Gabriel schaffen es zu meinem Erstaunen unten im Bett von Mama und Papa zu sein und sich zu amüsieren, immer wieder müssen sie kotzen, aber das scheint ihnen nicht viel auszumachen.

 

Am 4. Tag: Heute machen wir unser Anlege-Manöver in La Coruna.

Früh am Morgen weckt mich Mama. Ich will bei dem Manöver dabei sein und mitmachen.

Ich und Mama bergen die Segel; Papa gibt uns klare Anweisungen. Wir sind sehr müde von den drei Tagen auf hoher See. Die verschiedenen Hafeneinfahrtsbecken sind schlecht zu unterscheiden oder zu erkennen, es gibt sehr viele Lichter in dieser Bucht. Am Ende finden wir das richtige und legen dafür an dem falschen Steg an, kommen aber gut an und finden am nächsten Tag auch einen besseren Platz.