Die anstrengende Überfahrt von Portimao bis nach Lanzarote


Die Überfahrt ging 4 Tage:


Wir sind ein wenig unsicher über das Wetter und haben es deshalb nicht so arg eilig. Wir sind noch in Portimao vor Anker. Uns wird, wenn wir eine Nacht vor Anker sind, nachher auf hoher See weniger schlecht.


Wir haben vor, heute los zu fahren. Etwas müde und kuschelig mühen wir uns irgendwann aus den Federn und legen ab, Anker hoch und raus auf das grosse weite Meer. Wir wollen eigentlich auf diesen 590 sm nicht seekrank werden. Ha! Ha! Ha! Neptun lacht höhnisch in den Tiefen der Meere! Aber für die nächsten Stunden geben unsere Innereien noch Ruhe!

Wir haben Lust zu angeln, fangen auch ziemlich bald etwas, eine Makrele, juhu! Und ein paar Stunden später biss auch noch ein gelblicher ungefähr 60 cm langer Fisch an, wir wissen immer noch nicht genau, was er ist.


Doch jetzt wird es Toja, Gabriel und Papa doch schlecht und sie müssen immer wieder kotzen.

Heute haben wir leider nur 5 Stunden gesegelt.


Die Nacht war dann ruhig und hell durch den Vollmond. Am Morgen um 4 Uhr gab es bei mir einen kleinen Energie-Schub und ich ging hinauf zu Papa und habe mir mit ihm die Millionen und Abermillionen von Sternen angeschaut.

Am zweiten Tag haben wir nur 2 Stunden gesegelt. Am späteren Nachmittag haben wir sogar noch einen Fisch gefangen: er heisst Bonito. Am Abend und die meiste Zeit in der Nacht haben wir gesegelt.


Am nächsten Morgen gab es ein wenig Sturm und Regen, auch hackigere Wellen durch stärkere Windverhältnisse. Dafür waren wir aber auch nur mit Genua und Besan 8-10 Knoten schnell.

Papa sagt: „wenn das so weiter geht, dann sind wir morgen schon um 06:00h in Lanzarote.“

Wir sitzen nur im Deckshaus, hören Musik, tanzen, spielen Denkspiele, singen, pennen,

chillen und essen.


Die Nacht wird dann wieder ruhiger, wir können segeln und haben schöne Fahrt.

Am nächsten Morgen erwache ich von einem lauten, „JUHU!!“ Ich zottelte hinauf und tatsächlich, nach diesen 4 Tagen auf hoher See tat es so gut, endlich wieder einmal Land zu sehen. Es war noch dunkel und man sah nur ganz viele kleine Lichter der Insel Lanzarote.

Endlich haben wir es geschafft!


Es wird langsam hell und Papa bereitet die Leinen und die Fender vor. Er findet einen toten Fisch an Bord, einen Fliegenden Fisch. Wir fotografieren ihn. Später in der Hafeneinfahrt sehen wir sogar nochmals einen Fliegenden Fisch der neben unserem Schiff mit einem gewaltigen Tempo aus dem Wasser schiesst. Er fliegt hektisch ungefähr einen halben Meter über dem Wasser sicher 50 m weit.

Wir fahren durch die gut betonnte Hafeneinfahrt. Dort wartet dann auch schon der nette Hafenmeister auf uns.


Wir werden in Lanzarote sicher eine wundervolle Zeit erleben und es hier geniessen.