Für die Gymiprüfung schreibt Elias übungshalber Aufsätze. Hier einer seiner Schönsten, der zudem mit unserer Reise zusammenhängt. Deshalb steht er hier. Es stimmt alles, ausser dass er ganz alleine ganze Nächte durchwachen musste...

 

 

 

Eine Übernachtung im Freien

 

Es war Abend. Auf einem Boot mitten auf dem Atlantik. Ich sah, wie die Sonne langsam in das Meer plumpste und es wurde dunkel. Die Sterne erschienen nun, sie leuchteten stark, und je dunkler es wurde, desto heller und heller wurden sie. Es kamen neue zum Vorschein. Man konnte fast meinen, sie wären alle nur für mich gekommen und hätten ihre Vielfalt, ihre wunderschöne Vielfalt nur nur hier und jetzt gezeigt, denn die Kraft, die sie ausbreiteten war so stark, dass man sich gar nicht vorstellen konnte, dass sie jeden Tag hier waren und leuchteten.

 

Langsam stieg auch der Mond mit seinen vielen grauen Kratern auf, nun war es wieder heller, doch die Sterne wollten bleiben. Jetzt sah man die grossen mächtigen und schweren Wellen wieder, mit denen man sich auch bei Tag prima amüsieren konnte.

 

Man schaute ihnen zu, wie sie unter der Paloma, unserem schönen Schiff, durchrollten und so jedes Mal ein richtig wuchtiges Sprudelbad machten. Oder man redete mit ihnen und schenkte ihnen seine grössten Geheimnisse.

 

Wenn das Meer Dein Freund ist, dann schenke ihm doch was: ein Lied, ein Gedicht oder vielleicht auch einen Schluck Whiskey, das macht es glücklich.

 

Der Mond war nun schon fast wieder auf der anderen Seite angelangt und es wurde wieder dunkel. Ich schlief ein und als ich wieder aufwachte sah ich direkt in den Sonnenaufgang. Die rot getünchten Wolken und das ununterbrochene Rauschen des Meeres begannen den neuen Tag. Mich löste nun endlich jemand ab und ich durfte schlafen gehen.