Tag der 8 Hafen-Manöver

 

Wir kommen von einer langen Überfahrt, von La Coruna in Spanien nach Cascais vor Lissabon in Portugal.

Dieser Hafen ist nicht schön, aber extrem teuer, deshalb wollen wir hier auch so schnell wie möglich wieder los. Vor uns steht ein Ablege-Manöver in Cascais.

Gabriel und Mama sind draussen, sie übernehmen die Aufgabe, die Leinen zu lösen.

Sie lösen behutsam aber sicher die Leinen und springen nachher aufs Schiff.

Papa gibt rückwärts Gas. Der Wind steht genau so, dass Papa auch auf engem Raum rückwärts umbiegen kann und nachher genau auf seine Bahn zielen kann.

Wir haben vor am Hafenmeister-Häuschen anzulegen um zu bezahlen. Wir legen ruhig und souverän an, gleich darauf verschwindet Papa, bezahlt und schon geht`s wieder weiter.Wir legen ab und stechen hinaus ins Meer, wir sind froh die unangenehmen Mauern hinter uns zu lassen. Die See ist ruhig und das Wetter schön.

Wir fahren nah an der Küste. Papa erinnert sich an schöne Zeiten in Portugal, er war mit seinem Freund in einem Konzert in einem Casino, an diesem fahren wir gerade vor bei.

 

Wir sind schon bald in der Bucht von Lissabon vor der riesigen Brücke, die 70 m hoch ist, unser Schiff hätte darunter 3 mal Platz.Wir machen ausnahmsweise eimal ein paar Fotos.

Wir sind schon nahe am Hafen, Papa und Mama funken, niemand reagiert. Nach einer Weile denken wir, „ er - der Hafenmeister - macht Siesta“.

Wir drehen viele Kreise, denn auch die Brücke, die zum Hafen führt, ist geschlossen.

Dann legen wir an einem verrosteten Eisen-Transportschiff an,

um zu warten bis die Brücke öffnet.

Mama und ich probieren herauszufinden, was dort los ist. Bei der Einfahrt sind grosse Baustellen für Schiffe, die an Land müssen.Wir wollten über die Baustelle, doch die Bauarbeiter hielten uns zurück.Wir erzählten ihnen unser Problem. Einer kam mit uns. Nach langem Telefonieren mit allen möglichen Leuten stellten wir fest, dass wir einfach nur auf einen anderen Namen funken mussten. Das ging dann auch. Die Brücke öffnete sich und wir legten ab.

Der Hafen ist gross aber voll, kein Platz mehr frei, doch da waren noch ein paar. An einem davon legten wir dann an. Wir schwitzten alle, wir sind nicht daran gewöhnt, dass es so heiss ist.

Wir wollten nur noch relaxen!! Konnten wir das? Nah was denkt ihr? Die Antwort lautet: „Nein“.

Der Hafenmeister gab dann auch noch seinen Most dazu: „In ein paar Stunden kommt dort ein anderes Schiff hin“, versicherte er uns.

Also mussten wir an einen nochmals anderen Platz verholen, der noch kleiner war und wir hatten dort noch ein edleres Schiff vor uns. Uns hat es ziemlich verhauen beim Manöver, aber am Ende kamen wir dann doch gut an.


8 Hafen-Manöver an einem Tag: das gab`s noch nie!